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Holtztore - in einer Trockenmauer

Drvena vrata za suhozide - lese - Holztür von Trockenmauern - wooden door of dry stone walls

 

          Das Holztor (lesa, zatoka), das vom Weg (klanac, klančić, staza) zugänglich ist, wurde aber auch auf den Durchgängen zwischen Parzellen aufgestellt. Üblicherweise war es so breit, wie es für den Durchgang des Esels mit der Last auf dem Sattel (tovar s krošnjami) nötig war. Das auf dem Weg stehende Tor war gleich breit wie der Weg, während das Tor auf den Durchgängen zwischen Parzellen enger war. So waren Tore zwischen den Weiden, durch die man nur mit den Schafen ging, enger, während die zwischen den Parzellen, wo man auch mit dem Esel oder Pferd ging, breiter wa- ren. Das Einflügeltor (unjula) ermöglichte die Kommunikation zwischen den Parzellen und dem Weg, wenn man hier mit Schafen und be- ladenem Esel ging. Mit zunehmender Mechanisierung in der zweiten Hälfte des vergange- nen Jahrhunderts (Holztransport, Treiben der Schafe) mussten Durchgänge erweitert wer- den. So wurden manche Einflügeltore (unjule) durch Doppelflügeltore (duple) ersetzt. 


          Für den Bau der Tore wurden langlebige Holzarten verwendet. Fichte (smreka) und im Süden von Cres Juniperus (breka) sollten in der Ruhezeit geschnit­ten werden, zwischen Oktober und April, und nach dem Vollmond, um ihre Langlebigkeit und gute Qualität zu bewahrenda dura duže, da ne propade … zbišivi. Danach sollte der Baum entrindet werden. Zwei dickere, eineinhalb Meter hohe Holzpfosten dienten als Torpfosten (vratnice). Ein Holzpfosten ist etwas länger, weil er als Achse dient, die ein bisschen in die Erde eingegraben oder darunter eine Steinplatte gelegt wird. Zwei senkrechte Holzpfosten werden mit Holzstäben (pruti) miteinander verbunden. Sie können aus Esche oder Fichte sein. In den Torpfosten wurden 7–8 Löcher (škuja) gebohrt, worin an Enden zugespitzte Holzstäbe eingestochen wurden. Auf einer Seite ragen Stäbe etwas heraus, während sie auf der anderen Seite, auf dem Tragpfosten, kaum zu sehen sind. Falls das Loch nicht völlig dem Stab entspricht, wurde er mit Holzkeil (kunj) festgemacht. Das Tor sollte an Holzpfosten (stožer) festgebunden werden, der auch aus Fichte gemacht wurde, an der auf einer Seite ein paar gekürzte Zweige gelassen wurden. 


          Diese Zweige wurden in die Trockenmauer eingebaut. Deshalb war es notwendig, das Ende der Trockenmauer umzustürzen und aufs Neue zu bauen, so dass die Zweige gut eingebaut und mit größerem in Kreuz (u križ) gelegtem Stein fixiert werden. Das Ende wird auch in die Erde eingegraben. Das Tor wurde auf der inneren Seite der Parzelle aufgestellt, und man musste darauf achten, dass sich das Tor beim Öffnen von alleine wieder schließt. Der Torpfosten wurde an Holzpfosten (stožer) mit dem Strick oder Draht festgebunden. Damit sich das Tor nicht öffnete, wenn sich jemand daran drängte (rival va nju), sollte man es an den Pfosten festbinden (zaveružit). Ein Fichtenstück wurde so abgeschnitten, dass die Zweige in Form des Buchstabens »V« blieben. Dieser Teil wurde in die Trockenmauer an jener Seite eingebaut, wo das Tor nicht an den Holzpfosten festgebunden war. In die Öffnung wurde ein Haken oder ein Stab (kućica) hineingesteckt, ebenfalls aus Fichtenholz mit einem Haken an der Spitze. Später wurde auf dem Holzstock eine Drahtschlinge gemacht, durch die kleiner Holzstock (kućica) gezogen wurde.


          Der Bau des Tores ist ausschließlich männliche Arbeit. Um das Tor von hoher Qualität und der Dauer von einigen Jahrzehnten zu machen, sollte man richtige Fichte nehmen. »Imet oko za to … videt ka bi bila najboja. Ni bilo samo poseć smreku i okaštrit. Je trebalo nać pravu! I pokle ogulit … su znali kada treba seć za udelat onako da dura.« Diese Kenntnisse wurden durch Beobachten und aktive Teilnah  me von Generation zu Generation übertragen. Fünfzehnjährige Jungen halfen bei der Vorbe- reitung des Holzes sowie beim Bau mit. Jeder Schäfer musste wissen, gutes Tor zu bauen. Solche Holztore werden immer noch gemacht, jedoch wurden abgenutzte und verfallene Tore immer häufiger durch neue Eisen - oder Netztore, improvisierte Holzpalet­ten und Seiten der alten Eisenbetten36 ersetzt, oder wird der Durchgang nur mit Reisig zugedeckt. 

 

Beitrag zur Untersuchung der traditionellen Schafzucht auf der Insel Cres

Autor: Marina Jurkota Rebrović

 

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